Von der Analyse zur Erprobung – Feldtests im Projekt BattOut starten

Im Projekt „BattOut“ wurde in den vergangenen Wochen ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. Nach der Analyse der Ausgangssituation, der Durchführung von Stakeholderinterviews und der Ableitung zentraler Anforderungen an ein zukünftiges Erkennungssystem beginnt nun die aktive Erprobung der entwickelten Ansätze in der Praxis. Damit geht das Projekt einen weiteren Schritt in Richtung einer praxistauglichen Lösung zur frühzeitigen Erkennung und Ausschleusung batteriebetriebener Elektroaltgeräte.

Ein zentraler Bestandteil dieser Projektphase ist die Erprobung des Erkennungssystems unter realitätsnahen Bedingungen. Nach intensiven Analysen, gemeinsamen Diskussionen und der Erfassung der Anforderungen aus Wissenschaft und Praxis wurde das im Konsortium diskutierte Erkennungssystem nun von der insensiv GmbH umgesetzt und auf dem Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld installiert. Die Inbetriebnahme vor Ort schafft die Voraussetzung dafür, die entwickelten Technologien direkt im Umfeld eines Wertstoffhofs zu testen und wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung zu gewinnen.

Die Feldtests erfolgen mit Elektroaltgeräten aus dem laufenden Betrieb des Wertstoffhofs. Ziel der Erprobung ist es, die Praxistauglichkeit des Systems zu untersuchen und Erfahrungen für die weitere Projektarbeit zu sammeln. Dabei stehen insbesondere die Integration in bestehende Abläufe sowie die Anforderungen des täglichen Betriebs im Mittelpunkt. Die Erkenntnisse aus dieser Phase werden in die weitere Entwicklung des Systems einfließen und dazu beitragen, die Lösung schrittweise an die Bedürfnisse der Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft anzupassen.

Die praktische Erprobung stellt dabei einen wichtigen Schritt im Projektverlauf dar. Erst unter realen Einsatzbedingungen zeigt sich, wie technische Lösungen mit den Anforderungen des Betriebsalltags zusammenwirken und welche Aspekte bei einer späteren Anwendung besonders berücksichtigt werden müssen. Die Feldtests ermöglichen es, die im bisherigen Projektverlauf gewonnenen Erkenntnisse mit der Praxis abzugleichen und die entwickelten Ansätze unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zu betrachten.

Die aktuelle Projektphase verdeutlicht zugleich die enge Zusammenarbeit innerhalb des Konsortiums. Die Installation des Systems, die Vorbereitung der Erprobung und die begleitende Evaluation werden gemeinsam von den Projektpartnern umgesetzt und bilden die Grundlage für die nächsten Entwicklungsschritte. Der kontinuierliche Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und kommunaler Praxis trägt dazu bei, dass die im Projekt entwickelten Lösungen an den tatsächlichen Anforderungen der Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft angepasst werden.

Parallel zur technischen Vorbereitung der Feldtests wurden die begleitenden Evaluationsinstrumente entwickelt. Gemeinsam mit der delta3 GmbH und dem Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld wurden zwei Fragebögen erarbeitet, die die Erprobungsphase systematisch begleiten sollen. Ein Fragebogen richtet sich an die Mitarbeitenden und dient dazu, Erfahrungen im Umgang mit dem System sowie Einschätzungen zur Anwendbarkeit und Integration in den Arbeitsalltag zu erfassen. Ergänzend wurde ein Beobachtungsfragebogen entwickelt, mit dem der Ablauf der Feldtests strukturiert dokumentiert werden kann.

Die begleitende Evaluation ist ein wesentlicher Bestandteil der Feldtests. Neben der technischen Funktionsfähigkeit sollen auch Erfahrungen aus der praktischen Anwendung erfasst werden, um mögliche Optimierungspotenziale frühzeitig zu identifizieren. Die Kombination aus technischer Erprobung und systematischer Begleitung schafft die Grundlage dafür, die entwickelten Ansätze gezielt weiterzuentwickeln und ihre Eignung für den Einsatz unter realen Betriebsbedingungen zu bewerten.

Mit dem Beginn der Feldtests startet damit eine neue Projektphase, in der die im bisherigen Projektverlauf erarbeiteten Erkenntnisse erstmals unter Praxisbedingungen erprobt werden. Die in den kommenden Monaten gewonnenen Erfahrungen werden einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Erkennungssystem schrittweise weiterzuentwickeln und die Voraussetzungen für eine spätere Übertragbarkeit auf weitere Anwendungsbereiche der Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft zu schaffen.

Ansprechpartnerin

Alina Kornbach

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