SchuBS .digital - Mehr als Fachwissen: Der „Proof of Conduct“ als Schlüssel zum Übergang in die Arbeitswelt

Der Übergang von der Schule in die Arbeitswelt macht deutlich: Fachliche Kompetenzen sind notwendig, aber nicht hinreichend. Für nachhaltigen beruflichen Erfolg sind Haltung, Zuverlässigkeit und professionelles Verhalten entscheidend. Zu Beginn des Projekts SchuBS .digital stand daher ein zentrales Thema im Mittelpunkt: der Code of Conduct und die Erwartungen moderner Unternehmen.

In Gruppen reflektierten die Schüler:innen die Unterschiede zwischen schulischem und betrieblichem Kontext. Während in der Schule vor allem Leistungen bewertet werden, zählen im Unternehmen insbesondere Verlässlichkeit, Verantwortungsübernahme und kooperatives Verhalten.

Professionalität als Entwicklungsschritt

Die Jugendlichen arbeiteten zentrale Aspekte heraus, die den Wechsel vom „Schüler-Sein“ zum „Mitarbeiter-Sein“ kennzeichnen:

  • Eigenverantwortung statt äußerer Kontrolle: Betriebliche Freiheit ist stets mit Verantwortung für Zeitmanagement, Arbeitsqualität und Verhalten verbunden.
  • Professionelle Kommunikation: Ein informeller Umgangston ersetzt keine klare, respektvolle und situationsangemessene Kommunikation.
  • Aktive Präsenz: Pünktlichkeit, Aufmerksamkeit und konstruktive Beteiligung sind grundlegende Erwartungen. Wer Engagement zeigt, wird als verlässlicher Teil des Teams wahrgenommen.
  • Verbindlichkeit im Umgang mit Regeln: Betriebliche Vorgaben – etwa zur Nutzung digitaler Geräte oder zu Sicherheitsbestimmungen – sind verbindlich. Regelverstöße können unmittelbare Konsequenzen für weitere Perspektiven haben.
     

Jeder Tag als Beobachtungssituation

Eine zentrale Erkenntnis lautet: Der betriebliche Alltag in SchuBS ist zugleich Lern- und Beobachtungsraum. Neben fachlichen Leistungen werden insbesondere Umgang mit Feedback, Fehlerkultur, Teamfähigkeit und Selbstorganisation wahrgenommen und bewertet. Dieser „Proof of Conduct“ – der Nachweis professionellen Verhaltens im realen Arbeitskontext – bildet einen wesentlichen Baustein zur Brücke zwischen Berufsorientierung und konkreter Ausbildungsoption.

Mit der reflektierten Auseinandersetzung mit den impliziten Regeln der Arbeitswelt sind die Jugendlichen gut vorbereitet für die kommenden Projekttage in den SchuBS-Partnerunternehmen und -organisationen.
 

Um SchuBS® durchführen zu können, danken wir für die Förderung durch das zdi.Paderborn der Wirtschaftsförderung Paderborn, der IHK Paderborn-Höxter  und für die Unterstützung der beteiligten Partnerunternehmen: ATIW, Bertelsmann, bib, code-x, Comprion, dSPACE, Fraunhofer IEM, IHK Paderborn-Höxter, Janz Tec, S&N Invent, Stadt Paderborn, Team und Weidmüller. 

Ansprechpartnerin

PD Dr. Lydia Riepe

Fachkräftenachwuchs | Projektleitung SchuBS® - Schule und Betrieb am Samstag

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