Rücknahmesysteme in der Kreislaufwirtschaft - Nachbericht: 9. Treffen der Austauschplattform zirkuläre B2B Elektronik

10.02.2026 

Die Austauschplattform „Zirkuläre B2B Elektronik“ war am 10. Februar 2026 für ihr neuntes Treffen zu Gast bei der ABB AG in Minden. 25 Vertreterinnen und Vertreter von Herstellern, Entsorgern, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Netzwerken nahmen teil und diskutierten über Rücknahmesysteme in der Kreislaufwirtschaft.

ABB ist ein führendes Technologieunternehmen in den Bereichen Elektrifizierung, Automation und Antriebstechnik, das eine nachhaltigere und ressourceneffizientere Zukunft ermöglicht. Durch die Verbindung von technischer Expertise und Digitalisierung unterstützt ABB Industrien dabei, effizienter, produktiver und nachhaltiger zu werden. Das Unternehmen blickt auf eine über 130-jährige Geschichte zurück und beschäftigt weltweit mehr als 105.000 Mitarbeitende. Am Standort Minden der Division Measurement & Analytics liegt der Fokus auf Messtechnik und Aktorik für Prozessindustrien – ein wichtiger Beitrag zu effizienten und nachhaltigen Industrieprozessen.

Im Rahmen des Werksrundgangs berichtete Thorsten Lotze über die Erfahrungen mit der Reparatur von Platinen aus Kundengeräten bei ABB, was sich in Zeiten von kurzen Entwicklungszyklen und globalen Lieferengpässen, zu einem wichtigen Prozess entwickelt hat. Nilay Sari, Stefan Bollmeyer und Tomasz Pilch stellten vor, wie Key Performance Indikatoren (KPIs) mit Lebenszyklusansätzen und zirkulären Strategien bei ABB verbunden werden.

Anhand der Ergebnisse der Lebenszyklusanalyse eines Positioners wurden vor allem die CO2 Auswirkungen betrachtet, um herauszufinden, ob ein Austausch mit nachhaltigeren Materialien möglich und wirtschaftlich ist. Bei der Entwicklung von Produkten wird zunehmend auf zirkuläre Designprinzipien geachtet, u.a. mit Blick auf Reparatur und Zerlegbarkeit. Die Vermeidung von potenziell gefährlichen Substanzen oder intransparenten Zulieferketten spielen dabei wichtige Rollen. Eine Herausforderung liegt in immer wieder entstehenden Konflikten wie z.B. Rezyklierbarkeit und Fußabdruck des globalen Transports oder Kontamination durch anspruchsvolle Kundenprozesse.

Kathrin Sawatzky von WAGO berichtete über erste Erfahrungen mit dem Rücknahmeprogramm für WINSTA-Steckverbindungen in den Niederlanden zusammen mit dem Partner CIRCOLEKTRA und Mark Edler gab Einblicke in ein aktuelles Forschungsprojekt bei Weidmüller (GoProZero), in dem Schaltschränke auf ihr Kreislaufpotential geprüft werden.
 

Wie geht es weiter?
Das 10. Treffen findet am 08. Oktober 2026 bei der Wöhler Technik GmbH in Bad Wünnenberg statt.
 

Über die Austauschplattform „Zirkuläre B2B Elektronik“
Die Austauschplattform zirkuläre B2B (Business to Business) Elektronik zielt darauf ab, relevante Akteursgruppen auf OWL-Ebene zusammenzubringen, notwendige Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Umsetzungshemmnisse im industriellen Elektronikbereich zu identifizieren und mit Blick auf konkrete Handlungsbedarfe zu diskutieren. Vor diesem Hintergrund treffen sich Akteure aus dem B2B Elektronikumfeld - Hersteller, Entsorger, Verbände / Multiplikatoren sowie Wissenschaft & Forschung.
 

Die Initiative wird von InnoZent OWL e.V. (Projekt CE:FIRE zirkulär.frugal.regenerativ) im Rahmen des Runden Tisches Zirkuläre Wertschöpfung NRW getragen.

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Das Projekt CE:FIRE zirkulär.frugal.regenerativ wird mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union und des Landes NRW durchgeführt.

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Ansprechpartner:innen

Ulrike Künnemann

Projektleitung | Zirkuläre Wertschöpfung, Digitalisierung, Projektentwicklung

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