Projektarbeit verstehen: SchuBS .digital im Fraunhofer IEM
Im Rahmen eines SchuBS .digital-Samstags erhielten 24 Teilnehmende einen praxisnahen Einblick in die Arbeitsweise des Fraunhofer IEM in der Zukunftsmeile Paderborn. Im Mittelpunkt stand dabei nicht die reine Wissensvermittlung, sondern das aktive Erleben zentraler Methoden und Prozesse moderner Projektarbeit.
Projektmanagement im direkten Vergleich
Zu Beginn setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit grundlegenden Ansätzen des Projektmanagements auseinander: klassische, sequenzielle Vorgehensmodelle (Wasserfall), visuelle Steuerung über Kanban sowie agile Arbeitsweisen.
Das Besondere: Die Methoden wurden nicht theoretisch erklärt, sondern praktisch erfahrbar gemacht. Mithilfe des Spiels „Ubongo“ – einem strukturierten Puzzle-Format – durchliefen die Teams mehrere Projektrunden, jeweils mit unterschiedlichen Organisationsformen.
Dabei wurden typische Effekte unmittelbar sichtbar:
- starre, stark spezialisierte Abläufe führten zu Wartezeiten und Ineffizienzen
- Systeme mit Pufferstrukturen reduzierten Engpässe, blieben aber begrenzt flexibel
- dynamische, selbstorganisierte Teams arbeiteten schneller und effizienter, standen jedoch unter höherem Koordinationsdruck
Die Teilnehmenden übernahmen dabei zentrale Rollen entlang eines realitätsnahen Projektablaufs: von Analyse und Planung über Entwurf und Umsetzung bis hin zu Test, Qualitätssicherung, Dokumentation und Übergabe. Eine Mitarbeiterin des Instituts fungierte als Auftraggeberin und definierte Ziel, Budget und Zeitrahmen.
Nach jeder Runde erfolgte eine Reflexion zur Bewertung und Optimierung des jeweiligen Vorgehens.
Von der Analyse zur eigenen Lösung: Mini-Makeathon
Im zweiten Teil des Tages wurde der Fokus auf unternehmerisches Denken und Problemlösungskompetenz gelegt.
Zunächst analysierten die Teams beispielhafte Geschäftsideen aus dem Format „Die Höhle der Löwen“ und bewerteten diese hinsichtlich Umsetzbarkeit und Nutzen.
Darauf aufbauend entwickelten sie im Rahmen eines Mini-Makeathons eigene Lösungsansätze:
- Identifikation konkreter Probleme im Alltag (z. B. im Haushalt)
- systematische Ideensammlung
- Auswahl und Ausarbeitung einer tragfähigen Lösung
- Präsentation (Pitch) in der Gruppe
Einblick in reale Projektarbeit
Der SchuBS-Samstag machte zentrale Arbeitsweisen am Fraunhofer IEM erfahrbar: die strukturierte Bearbeitung realer Fragestellungen aus der Industrie – von der Analyse über die Entwicklung von Lösungsansätzen bis zur prototypischen Umsetzung und Bewertung.
Die Teilnehmenden konnten diese Prozesse nicht nur nachvollziehen, sondern selbst aktiv durchlaufen – und damit zentrale Kompetenzen für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg aufbauen.
Die Förderung erfolgt durch zdi.Paderborn der Wirtschaftsförderung Paderborn und die beteiligten Unternehmen. Erst diese Kooperation ermöglicht eine strukturierte und nachhaltige Brücke zwischen Schule und Arbeitswelt.
Mitwirkende Partner: Fraunhofer IEM, ATIW Berufskolleg, Bertelsmann, bib International College, code-x, COMPRION, dSPACE, IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, JanzTec, S&N Invent, Stadt Paderborn TEAM GmbH und Weidmüller
Ansprechpartnerin
PD Dr. Lydia Riepe
Fachkräftenachwuchs | Projektleitung SchuBS® - Schule und Betrieb am Samstag
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