„Klartext und Anpacken auf dem zirkulären Transformationsweg in der Elektronikbranche“ 2. Treffen des neuen Dialogformats am 22.09.2025 bei der Schneider Electric GmbH am EUREF-Campus in Düsseldorf

Düsseldorf, 22.09.2025 

Auf Einladung der Schneider Electric GmbH trafen sich Vertreterinnen und Vertreter von Elektronik-Herstellern, Verwertern, Handel und Branchenverbänden am 22.09.2025 zum zweiten Treffen des Dialogformats „Klartext und Anpacken auf dem zirkulären Transformationsweg in der Elektronikbranche“ bei der Schneider Electric GmbH am neuen EUREF-Campus in Düsseldorf. 

Dabei waren wir gleich an zwei spannenden Orten zu Gast. Der EUREF-Campus Düsseldorf ist mehr als nur ein Bürokomplex – er ist ein internationales Schaufenster der Energiewende. Es ist der zweite Innovationscampus dieser Art in Deutschland. Etwa 4.000 Mitarbeiter aus Unternehmen, Start-ups, Wissenschaft und Forschung werden auf rund 80.000 qm Fläche an den Zukunftsthemen Energie, Mobilität und Nachhaltigkeit arbeiten und Ideen entwickeln, umsetzen und auf ihren Erfolg testen. Durch intelligente Architektur, den Einsatz regenerativer Energieträger, neue Energiespeicher und die Vernetzung modernster Technik wird ein sichtbarer Zukunftsort als reales Modell geschaffen, das in vielen Großstädten der Welt umgesetzt werden kann. Darüber hinaus erfüllt dieser Zukunftsort die CO₂-Klimaschutzziele der Bundesregierung für das Jahr 2045 von Anfang an.

Auch die Schneider Electric GmbH hat sich 2025 mit ihrem Headquarter am Campus angesiedelt und einen neuen Innovation Hub auf einer Fläche von 660 qm eröffnet. Mit weltweit 160.000 Mitarbeitenden und über einer Million Partnern ist das Unternehmen in den Bereichen Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung tätig. Im Innovation Hub erleben Besucher, wie die Zukunft von Energie und Automatisierung aussehen kann und wie Nachhaltigkeit konkret gelebt wird – sowohl im eigenen Betrieb als auch in den Lösungen für Partner und Kunden, gegliedert nach verschiedenen Themenwelten:

  • Home: Wie werden Eigenheime smarter, effizienter und nachhaltiger?
  • Building: Gebäude als Schlüssel zur Senkung der CO₂-Emissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz.
  • Infrastructure: Herausforderungen und Lösungen für stabile, intelligente Stromnetze (Smart Grids).
  • Data Center: Nachhaltige Rechenzentren für eine digitale Gesellschaft.
  • Industry: Automatisierung und Digitalisierung als Antwort auf Lieferkettenprobleme, Energiekrisen und Fachkräftemangel.

Weitere Informationen zum Angebot einer Innovationen Hub Tour finden Sie hier: https://cloud.go.se.com/DE_202502_InnovationHubVisit_CNT_NONE_IMPACT_ALLBU_ALLSEG_AWENG_NA-MF-LP

Cornelius Laaser und Nora Schneider vom Umweltministerium NRW sowie Bärbel Mauer vom Wirtschaftsministerium NRW betonten in einem Zukunftsbild noch einmal die Chancen einer Circular Economy und stellten die strategische Ausrichtung aus Sicht der Landesregierung dar. 

Mit Blick auf die aktuelle Umsetzung der Landeskreislaufwirtschaftsstrategie und aufbauend auf Vorgaben der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie NKWS wurden die folgenden Ansatzpunkte als wichtig erachtet: Der öffentlichen Hand muss eine Vorreiterrolle in der Beschaffung zukommen. Die Auslegung der Abfallende-Regelung muss vereinheitlicht werden. Zur Gewinnung von Erfahrungswerten sollen konkreten Projekte /Maßnahmen zusammen mit Praxispartnern umgesetzt werden, dabei kann Förderung zielgerichtet genutzt werden. Der Digitale Produktpass DPP soll als wichtiges Instrument in der Umsetzung unterstützen 

Bestehende Unterstützungsangebote für Unternehmen sollen weiter ausgebaut werden, u.a. mit der Effizienz-Agentur NRW. Ergänzend sollen bewusstseinsbilde Maßnahmen für VerbraucherInnen entwickelt werden. 

Marieke Eckardt vom Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft NRW - KNUW stellte Zielkonflikte bei kritischen Rohstoffen vor, basierend auf Ergebnissen der Studie MIT VORSICHT – Vulnerabilitätsprofil NRW Umweltwirtschaft mit Blick auf die Versorgung mit kritischen Rohstoffen, KNUW 2024

Diskutiert wurde, ob und inwieweit Unternehmen aus der Elektronikbranche von diesen Zielkonflikten betroffen sind und ob es Änderungen in der Regulatorik braucht. 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer: 

Cornelius Laaser, MUNV NRW; Nora Schneider, MUNV NRW; Bärbel Mauer, MWIKE NRW; Dr. Ron Brinitzer, Kunststoffland NRW; Julia Dornwald, ZVEI Landesstelle NRW; Maximilian Schröder, FEH NRW; Martin Szilinski, MENNEKES Elektrotechnik GmbH & Co. KG; Michael Köster, Miele & Cie. KG; Gabriele van Laar-Rossa, Schneider Electric GmbH; Muhammad Adil Nawaz Bhatti, Schneider Electric GmbH; Moritz Scholz, Schneider Electric GmbH; Jennifer Campbell, TRILUX GmbH & Co. KG; Dr. Jens Giegerich, Vorwerk Deutschland Stiftung & Co. KG; Astrid Burschel, WAGO GmbH & Co. KG; Dr. Aaron Weigelt, Aurubis AG; Thorsten Figge, Lobbe Holding GmbH & Co KG; Christian Lukoschek, Mitglied Bundesverband des Elektro-Großhandels (VEG e.V) / Sonepar Deutschland GmbH; Prof. Dr. Martin Faulstich, INZIN e.V. /KNUW; Dr. Ewa Harlacz, INZIN e.V. /KNUW; Klara Theobald, INZIN e.V. /KNUW; Ulrike Künnemann, InnoZent OWL e.V.; Marieke Eckardt, KNUW

 

Wie geht es weiter? 

Das 3. Treffen findet am 03.03.2026 bei der REMONDIS Sustainable Services GmbH in Lünen statt. 

Über das Dialogformat

Die Elektronikindustrie im B2B (Business-to-Business) sowie im B2C (Business-to-Consumer) Bereich spielt in NRW eine wichtige Rolle. Nicht nur sind Elektronikprodukte eine der am schnellsten wachsenden Produktgruppen. Auch wächst damit gleichzeitig der Elektronikabfall, während die Sammlung, das Recycling sowie die Wiederverwertung von elektronischen Produkten und Komponenten nach wie vor unzureichend sind. Hinzu kommt, dass ein Teil der Grundrohstoffe in der Elektronikbranche perspektivisch knapp und dadurch auch immer teurer werden. Daneben kommen auf die Branche umfassende gesetzliche Anforderungen zu, wie z.B. die Ökodesignrichtlinie, das Recht auf Reparatur, WEEE (Waste of Electrical and Electronic Equipment - Elektro- und Elektronikgeräte-Abfall) oder das ElektroG (Elektro- und Elektronikgerätegesetz). Aufgrund dieses Spannungsfeldes bietet der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft einerseits eine Reihe von Zukunftsperspektiven für die Branche in NRW, andererseits steht diese vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die einzelne Unternehmen nicht allein bewältigen können. 

Ziele des Dialogformats sind auf strategischer Ebene die Entwicklung eines Zielbildes und eines gemeinsamen Weges von Wirtschaft und Politik für die Branche mit Blick auf NRW. 

Das Dialogformat „Klartext und Anpacken auf dem zirkulären Transformationsweg in der Elektronikbranche“ ist eine gemeinsame Initiative des Umwelt- und des Wirtschaftsministeriums NRW und wird von InnoZent OWL e.V. (Projekt CE:FIRE) und INZIN e.V. / Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft NRW (KNUW) inhaltlich und organisatorisch begleitet. 

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Das Projekt CE:FIRE zirkulär.frugal.regenerativ wird mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union und des Landes NRW durchgeführt.

Ansprechpartnerin

Ulrike Künnemann

Projektleitung | Zirkuläre Wertschöpfung, Digitalisierung, Projektentwicklung

Telefon: +49 5251 2055 - 915

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