Industrielle Prozesswärme in der Praxis – HeatTransPlan zu Gast bei der JOSEFS Brauerei in Bad Lippspringe
Im Rahmen des Forschungs und Verbundprojekts HeatTransPlan fand ein Praxisbesuch bei der JOSEFS Brauerei in Bad Lippspringe statt. Ziel des Termins war es, die energie und ressourcenintensiven Prozesse einer Brauerei exemplarisch zu analysieren und als praxisnahes Fallbeispiel für die industrielle Prozesswärme im Projekt einzuordnen.
Brauereien vereinen auf engem Raum Wärme , Kälte und Wasserbedarfe und eignen sich daher besonders gut, um industrielle Energieflüsse ganzheitlich zu betrachten. Die JOSEFS Brauerei stellt damit einen wertvollen Referenzbetrieb im Projekt dar.
Ziel des Projekts HeatTransPlan
HeatTransPlan unterstützt Unternehmen auf dem Weg zur klimaneutralen Prozesswärme. Im Fokus stehen die systematische Erfassung von Energie und Abwärmeströmen, die Quantifizierung von Abwärmepotenzialen sowie die Ableitung fundierter Entscheidungsgrundlagen für mögliche Transformationspfade – etwa durch Abwärmenutzung, Elektrifizierung oder den Einsatz von Hochtemperatur Wärmepumpen.
Analyse der Prozesse vor Ort
Beim Besuch der JOSEFS Brauerei wurden gemeinsam mit dem Projektkonsortium insbesondere die wärme und kälteintensiven Produktionsschritte betrachtet. Auf Basis der vor Ort diskutierten Prozesse lassen sich typische Fragestellungen der industriellen Prozesswärme exemplarisch aufzeigen:
- Identifikation relevanter Wärmequellen und Wärmesenken entlang der Produktionskette
- Betrachtung der Energiebedarfssituation des Standorts
- Einordnung möglicher Abwärmepotenziale aus Kühl und Wärmeprozessen
Diese praxisnahe Betrachtung bildet die Grundlage, um die Brauerei im weiteren Projektverlauf als Referenz und Fallbeispiel zu nutzen und die entwickelten Methoden auf reale Produktionsbedingungen anzuwenden.
Praxis trifft Projektarbeit
Der Termin zeigte, wie wichtig der direkte Blick in die Produktion für die Projektarbeit ist. Durch den Austausch mit dem Unternehmen konnten die methodischen Ansätze von HeatTransPlan mit realen betrieblichen Anforderungen abgeglichen werden. Gleichzeitig wurde deutlich, welche Rolle transparente Daten, Prozessverständnis und realistische Rahmenbedingungen für die Bewertung von Transformationsoptionen spielen.
InnoZent OWL fungiert im Projekt HeatTransPlan dabei als Schnittstelle zwischen Industrie und Wissenschaft und übersetzt methodische Projektansätze in praxisnahe Anwendungsfälle.
Ausblick
Die Erkenntnisse aus dem Besuch bei der JOSEFS Brauerei fließen in die weitere Projektarbeit ein und tragen dazu bei, die entwickelten Analyse und Bewertungsansätze weiter zu schärfen. Ziel ist es, diese Erkenntnisse auf andere energie und ressourcenintensive Betriebe übertragbar zu machen und Unternehmen praxisnahe Orientierung auf dem Weg zur Wärmewende zu bieten.
Das Projekt HeatTransPlan wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.
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