Steuerliche Forschungsförderung


Ziel der steuerlichen Forschungsförderung

Die steuerliche Forschungsförderung und das dazugehörige Forschungszulagengesetz sind ab 01.01.2020 in Kraft getreten. Das Ziel ist es, dass Unternehmen, Forschungskooperationen und auch Forschungseinrichtungen eine von einer individuellen Projektförderung unabhängige Möglichkeit haben, ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung steuerlich geltend zu machen.

stock.adobe.com | Urheber: Sergey Nivens

WER wird gefördert?

Alle steuerpflichtigen Unternehmen, unabhängig von ihrer Größenordnung können die steuerliche Forschungsförderung nutzen. Forschungseinrichtungen profitieren indirekt über die Förderung von Forschungsaufträgen.
(Siehe auch: https://forschungszulagenrechner.de)

WAS wird gefördert?

Förderfähig sind die im Rahmen von FuE-Projekten (Einzel- oder Kooperationsprojekte) anfallenden Lohnkosten und auch Aufwendungen für erteilte Forschungsaufträge. Es werden nur FuE-Projekte gefördert, die nach dem 01.01.2020 begonnen wurden. Die förderfähigen Aufwendungen müssen im Rahmen von Grundlagenforschung, angewandter/industrieller Forschung oder experimenteller Entwicklung anfallen und entsprechend dokumentiert werden (siehe unten). Aufwendungen für Weiterentwicklungen und Optimierungen sind ebenso nicht förderfähig wie bereits anderweitig staatlich geförderte Projektaufwendungen.

WIE HOCH ist die Förderung?

Die Förderung beträgt 25 Prozent von maximal zwei Millionen Euro der förderfähigen Aufwendungen pro Jahr, und damit maximal 500.000 Euro, die mit der Körperschafts- oder Einkommenssteuer durch das Finanzamt verrechnet wird. Innerhalb dieses Rahmens beträgt die Förderung von Forschungsaufträgen 60 Prozent der gezahlten Auftragssumme.
(Siehe auch: https://forschungszulagenrechner.de)

WIE ERHALTE ich die Förderung?

Die Antragstellung erfolgt nach Ablauf eines Geschäftsjahres auf Basis der angefallenen und dokumentierten förderfähigen Aufwendungen.

WO und WANN kann ein ANTRAG gestellt werden?

Das Antragsverfahren für die Gewährleistung der Forschungszulage ist zweistufig. Es unterteilt sich in die Beantragung der FuE-Bescheinigung bei der Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) und den sich anschließenden Antrag auf Forschungszulage beim jeweils zuständigen Finanzamt.
 

FAQ: Die wichtigsten Fragen und Antworten www.bescheinigung-forschungszulage.de/faq