Leitfaden: Recyclingfähige und nachhaltige Verpackungen

Verpackungen sind in den meisten Fällen unerlässlicher Bestandteil des Produkts.Neben dem Schutz des Produkts bei Herstellung, Lagerung, Transport und Verkauf werden durch Verpackungen oft Hygienebestimmungen erfüllt, und die Haltbarkeit verlängert sich. Auch die Informationen zum Produkt oder zu dessen Handhabung und die Liste der Inhaltsstoffe sind Teil der Verpackung. Gebrauchte Verpackungen machen den größten Teil der Abfälle aus Haushalten aus. Die Menge steigt seit Jahren, und im Jahr 2017 fielen in Deutschland 18,72 Mio. Tonnen Verpackungsmüll an. Im Vergleich zum Jahr 1995 hat sich der Verbrauch von Kunststoffverpackungen sogar verdoppelt. Gründe sind die Zunahme von Einwegflaschen, Kleinverpackungen und Onlinehandel sowie der Trend zu Fertigprodukten und dem Verzehr von Lebensmitteln für unterwegs.
Stoffkreisläufe schließen, Verpackungen einsparen und nachhaltiger bzw. recyclingfähiger konzipieren – das sind Herausforderungen, denen sich aktuell nicht nur die Gesetzgeber stellen, sondern die auch auf Designer, Produzenten, Industrie und Händler zukommen. So enthalten beispielsweise das EU-Kreislaufwirtschaftspaket und das Verpackungsgesetz ambitionierte Ziele und Vorgaben. Bis 2022 müssen erheblich mehr Verpackungen recycelt werden, so die deutsche Gesetzgebung.Vor allem die Kunststoffe stehen im Fokus der öffentlichen und politischen Diskussion.
Diese Vorgaben werden die Unternehmen und Handelsketten zukünftig auch an ihre Lieferanten weitergeben, sodass sich auch kleinere Zulieferer anpassen müssen. Die Kunden sehen Hersteller und Handel in der Pflicht. Laut einer Befragung sehen die Verbraucher in erster Linie die Hersteller als verantwortlich dafür, den Verpackungsmüll zu reduzieren. 
Viele Unternehmen suchen bereits nach Alternativen bei Materialien und Verpackungen.Die Bewertung der Alternativen ist aber nicht trivial, wenn man z. B. Faktoren wie Ressourcenverbrauch, Transportkosten und die Anforderungen an den Produktschutz berücksichtigt. 
Der vorliegende Leitfaden soll daher einen ersten Einstieg geben, wie auch in kleineren Unternehmen Verpackungsmaterial eingespart bzw. auf nachhaltige
und ressourceneffiziente Verpackungen umgestellt werden kann.

Quelle und weitere Informationen: detmold.ihk.de