Interview: Max Kappelhoff zu Track & Trace

Paderborn 08.09.2021

In einem Experteninterview haben wir mit dem Produktmanager des Logistikexperten PAQATO gesprochen, Max Kappelhoff, über das Thema „Track & Trace“ gesprochen. Die wichtigsten Ergebnisse hierzu haben wir im folgenden Text für Sie auszugsweise bereitgestellt. Das gesamte Interview finden Sie hier.

 

Herr Kappelhoff, Sie sind Experte für Track & Trace. Was ist Track & Trace und was ist seine Aufgabe?

Im Kern handelt es sich bei Track and Trace um die Sendungsverfolgung einer Lieferung. Es ermöglicht die Lokalisierung der Sendung vom Versandhändler bis hin zum Endkunden. Klassisch verläuft die Nachverfolgung über einen Tracking-Link oder -Code, wie man es zum Beispiel von DHL oder DPD kennt. Die Aufgabe von Track and Trace ist es, Informationen für den Endkunden bereitzustellen und im weiteren Sinne damit für Kundenzufriedenheit zu sorgen.

Wir ersetzen nicht den Service eines Paketdienstleisters, sondern wir lokalisieren den Zustellungsstatus und machen ihn transparent. Das läuft etwa wie folgt ab: Zuerst bestellt man ein Produkt, dieses wird anschließend versendet und man erhält zur Sendungsverfolgung einen Tracking-Code, beispielsweise zu DHL. Die folgenden Statusdaten des Carriers zur Sendungsverfolgung verarbeiten wir und stellen sie transparent für den Versandhändler und somit auch für den Endkunden dar. Für den Endkunden ändert sich also vom Informationsgehalt nichts, er erfährt diese nun allerdings direkt vom bzw. bei dem Versandhändler statt auf der Seite des Carriers.

 

Was sind die größten Mehrwerte, sowohl aus Kunden- als auch Anbietersicht, von „Track & Trace Lösungen?“

Aus Endkunden-Sicht ist der größte Mehrwert die reine Informationsdarstellung des Lieferstatus. Die Ansprüche an eine Lieferung steigen ja auch, so ist es mittlerweile üblich, dass die Zustellung innerhalb kürzester Zeit erfolgt und ich will als Endkunde darüber top informiert sein. Es geht hierbei also um das Thema Kundenzufriedenheit.

Aus Anbietersicht bietet ein eigenes Track & Trace die Möglichkeit den Traffic im eigenen Onlineshop zu vergrößern. Das heißt, statt die Kundenkommunikation über einen Dritten beziehungsweise über den Paketdienstleister laufen zu lassen, informiert sich der Kunde im Onlineshop, über den Lieferstatus seines Produktes. Im Sinne einer ganzheitlichen Customer Journey läuft auch nach der Bestellung die Kundenkommunikation über die Onlinepräsenz des Anbieters. Der Kunde verlässt also nicht den Kreislauf des Unternehmens und kommt wieder mit der Marke des Anbieters in Kontakt, was wichtig für das Brandbuilding ist und eine Differenzierung gegenüber dem Mitbewerber sein kann.

 

Inwieweit hat die Corona-Krise den Markt für „Track & Trace“-Technologien verändert?

Der „Track & Trace“-Markt hat sich an sich nicht verändert, allerdings hat die Corona-Krise den gesamten E-Commerce-Bereich angekurbelt, so dass die Herausforderungen für Versandhändler immens gestiegen sind. Mit der Folge, dass die Akzeptanz für smartere Bestellvorgänge und auch smartere Sendungsverfolgung seitens der Endkunden, aber vor allem seitens der Versandhändler und Shops, gestiegen ist. Vor der Corona-Zeit mussten wir mehr investieren, um Unternehmen von einem eigenen Track & Trace zu überzeugen. Heute wissen viele Unternehmen aber, dass sie mit einem eigenen Tracking viel besser auf Lieferprobleme reagieren können, um somit für eine bessere Kundenkommunikation und letztendlich für eine bessere Kundenzufriedenheit zu sorgen. 

 

Sie sehen die Zukunft in Bezug auf „Track & Trace“-Lösungen also weitestgehend positiv?

Auch zukünftig wird der Markt für „Track & Trace“-Lösungen wachsen, da Unternehmen immer häufiger erkennen, dass sie durch ein eigenes Tracking viel besser auf Lieferprobleme reagieren können. Auch die Sendungsverfolgung ist ein wichtiger Teil der Unternehmenskommunikation. Wenn wir zurückdenken, war es vor wenigen Jahren kaum vorstellbar eine Lieferung vollständig zu verfolgen. Heute ist dies Standard. Der ganze Versandhandel hat sich in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt und wir sind noch längst nicht am Ende dieser Entwicklung angekommen. Heutzutage reden wird von Drohnenlieferungen und eigenen Lockern, so dass Pakete zugestellt werden können, ohne dass noch Personen anwesend sind. Ich finde diese Entwicklung sehr spannend. Das Thema Zustellung und Zustellungsverfolgung wird auch zukünftig einen hohen Stellenwert bei Shops einnehmen und gerade das Thema eigenes Track & Trace wird in naher Zukunft zum Standard für alle Unternehmen werden.

 

Das vollständige Interview und weitere Informationen zum Thema Track & Trace finden Sie hier.

 

Informationen zu Max Kappelhoff

Max Kappelhoff ist Produktmanager bei dem Logistikexperten PAQATO - die All-In-One Lösung für personalisierte Kommunikation auf der Paketreise. Mit PAQATO legen HändlerInnen die Kommunikation von Versandnachrichten, wie „Dein Paket kommt morgen an“ nicht mehr in die Hände externer Versanddienstleister wie DHL, DPD, Hermes und weiteren, sondern begeistern ihre KundInnen auch auf der Paketreise.